Da die gesetzliche Pflegeversicherung in der Regel nicht die gesamten Kosten ambulanter oder stationärer Pflege zahlt, muss diese Lücke privat und durch individuelle Versicherungen geschlossen werden. Ansonsten zahlen Sie aus eigener Tasche Beträge von mehreren hundert oder tausend Euro pro Monat. Bei Zahlungsunfähigkeit kommen dafür Ihre Angehörigen auf. Ein sehr einfaches, aber effektives Modell ist die Pflegerente: Sie leisten einen monatlichen Beitrag, bei Pflegebedürftigkeit erhalten Sie von Ihrer Versicherung eine Pflegerente in vereinbarter Höhe. Sie schützen damit sich und Ihre Familie vor hohen Kosten!
Die Pflegerentenversicherung wird häufig als Kombitarif mit anderen Versicherungen wie Lebensversicherung, Risikolebensversicherung, Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung angeboten. Sie leisten entweder eine monatliche Prämie oder einen Einmalbeitrag für eine lebenslange Pflegerente. Im Pflegefall erhalten Sie die vereinbarte Leistung, ähnlich wie bei der Pflegetagegeldversicherung.
Die Höhe der Pflegerente richtet sich nach dem Pflegegrad. Während Sie bei niedrigeren Pflegegraden anteilige Leistungen vom Versicherer erhalten, wird bei Pflegegrad 5 die volle Pflegerente ausgezahlt.
Aufgrund der Verknüpfung mit anderen Versicherungen ist eine Pflegerente im Vergleich zur Pflegetagegeldversicherung deutlich kostenintensiver.
Tipp: Je jünger Sie bei Abschluss der Versicherung sind, desto niedriger sind die Beiträge! Auch wenn man als junger Mensch nicht über Pflegebedürftigkeit nachdenken möchte – Sie sparen bares Geld, wenn Sie frühzeitig vorsorgen.